Allgemeinchirurgie

Während der Operation

Die klassische Allgemeinchirurgie stellt die operative und konservative Behandlung von Erkrankungen der Körperoberfläche und der Extremitäten, soweit diese nicht unfall- oder verletzungsbedingt entstanden sind oder das Skelettsystem betreffen dar. Hierzu gehören Operationen von Haut- und Unterhauttumoren sowie Bindegewebs- und Nerventumore.

Auch die Behandlung von septischen Wunden, Fisteln, Abszessen und Wundrosen ist ein wichtiger Bestandteil der Allgemeinchirurgie, so auch die Amputation unrettbar erkrankter Gliedmaßen.

Einen großen Teil der täglichen Operationen nehmen Bauchdeckenbrüche s.g. Hernien ein. Die häufigste Form, der Leistenbruch wird bei uns überwiegend minimal-invasiv in extraperitonealer Technik (TEPP), situationsabhängig auch offen, per Schnitt nach Lichtenstein oder Shouldice operiert. Auch die meisten Oberbauch-, Nabel- und Narbenbrüche werden in minimal-invasiver Technik operiert. Große Narbenbrüche benötigen gelegentlich eine aufwendige Rekonstruktion mit plastischer Verlagerung der Bauchmuskeln. (Komponenten-Separation nach Ramirez).

Der Chefarzt der Abteilung besitzt die Zusatzweiterbildung Proktologie und bietet ein großes Spektrum an Diagnostik und Therapie auf diesem Teilgebiet an. Unter anderem die Stapler - Hämorrhoidopexie nach LONGO so wie seit neuestem auch die STARR - Operation zur Behandlung von Rektocele und Mastdarmvorfall. Im Rahmen der proktologischen Sprechstunde (montags 14.00-16.00 Uhr) können Hämorrhoidalverödungen und Gummibandligaturen durchgeführt werden.

Ebenso gehört ein modernes Wundmanagement zu den Aufgaben der Allgemeinen Chirurgie. Die Abteilung ist für die ambulante und stationäre Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden nach Operationen, Dekubital- und Unterschenkelgeschwüren etc. sehr gut und spezialisiert ausgerüstet. Neben Vakuumtherapie, Biochirurgie (Madentherapie) steht ein Ultraschallgerät neuester Generation zur Wundreinigung zur Verfügung. Die Wundtherapie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit unserem Wundmanagement. Für die ambulante Therapie wird eine Überweisung von Internisten, Chirurgen oder Hautärzten benötigt (Wundsprechstunde montags und donnerstags 13.00-14.00 Uhr).

Thoraxchirurgie

Bei Erkrankungen der Lunge, wie Tumoren oder Pneumothorax, erfolgt in enger Zusammenarbeit auf der pneumologischen Abteilung die operative Therapie, überwiegend in minimal-invasiver Technik (VATS).

Gefäßchirurgie

Auch gefäßchirurgische Eingriffe werden in der hiesigen Abteilung durchgeführt. Hierzu gehören Operationen bei akuten Schlagaderverschlüssen, ebenso wie die Anlage von Portkathetern (zur Schmerz- und Chemotherapie), von getunnelten Vorhofkathetern (Demerskatheter zur Hämodialyse) sowie Eingriffe beim Krampfaderleiden (klassisches Varizen-Stripping).

In engerer Zusammenarbeit mit der kardiologischen Abteilung werden in großer Zahl Herzschrittmacherimplantationen durchgeführt.

Die große periphere Bypasschirurgie (Kunstadern zur Durchblutungsverbesserung der Beine) und Aortenrekonstruktion (Eingriffe an der Hauptschlagader) werden überwiegend in der speziellen gefäßchirurgischen Abteilung im St. Marien-Hospital in Lünen durchgeführt.

Fachabteilungen