Hüftgelenkchirurgie

Das Hüftgelenk ist das zweitgrößte Gelenk des Körpers. In der Klinik werden jährlich etwa 300 künstliche Hüftgelenke eingesetzt. Dabei kommen knochensparende Techniken mit Kurzschaftprothesen oder der Kappenprothese und minimal-invasive Techniken zur Anwendung. Einige Erkrankungen lassen sich über eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) behandeln.

Arthroskopie

Die Arthroskopie des Hüftgelenkes dient der Behandlung von Weichteilerkrankungen im Gelenk, als auch der Abtragung überstehenden Knochens. Infolge knöcherner Veränderungen an der Gelenkpfanne wie auch am Oberschenkelhals kann es zu einer Einklemmung im Gelenk kommen, einem Impingement-Syndrom.

Endoprothetik - Hüftgelenkchirurgie

Die Domäne der Hüftgelenkschirurgie bildet die Endoprothetik. Durch individuelle Therapiekonzepte wird eine Ergebnisoptimierung erreicht. Dies beinhaltet sowohl die Anwendung moderner Prothesensysteme, als auch innovative Operationstechniken wie die minimal-invasive Chirurgie oder besser bekannt unter dem Begriff „Schlüssellochtechnik”. Dabei können die entsprechenden Prothesen über kleine Zugänge eingesetzt werden. Vorteil dieser so genannten minimal-invasiven Chirurgie sind neben dem geringeren Blutverlust, dem kosmetischen Aspekt auch geringere Schmerzen und eine schnellere Mobilisation, da Muskeln und Sehnen nicht mehr durchtrennt werden, sondern nur „an die Seite gelegt werden”.

Je nach Alter und Aktivität der Patienten sowie den krankhaften Veränderungen der Gelenke stellen diese Prothesentypen ein Gesamtportfolio dar, aus dem ein individuell optimal angepasstes Therapiekonzept ausgewählt werden kann.

Kurzschaftprothese

Dieser Prothesentyp stellt eine anerkannte Alternative zur Hüftoberflächen-Prothese dar. Sie eignet sich insbesondere für Patienten mit massiver Deformität des Hüftkopfes, bei denen eine „Überkronung” nicht mehr möglich ist. Eine moderne Keramik / Keramik Paarung auch mit Großkopf vervollständigt diesen Prothesentyp.

 

Konventionelle Prothesen

Das operative Repertoire umfasst auch die so genannten konventionellen Verfahren der zementfreien und der zementierten Hüftprothesen. Dabei werden die verschiedenen Prothesentypen und der operative Zugangsweg je nach Alter, individuellen Gegebenheiten und Knochenqualität auf die speziellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt.

 


Revisionsendoprothetik

Bei jährlich ca. 200.000 Implantationen von künstlichen Hüftgelenken und ca. 70.000 Implantationen von künstlichen Kniegelenken in Deutschland erlangt die Revisionsendoprothetik zunehmende Bedeutung. Trotz der guten bis exzellenten Langzeitergebnisse - nach 10 Jahren sind statistisch noch 95% der implantierten Prothesen funktionstüchtig - kommt es absolut gesehen auch häufiger zum so genannten Implantatversagen. Häufigster Grund dafür sind normale Abnutzungserscheinungen in Form von Lockerungen. Daneben stellen in seltenen Fällen auch Infektion oder Materialversagen Ursachen für Wechseloperationen dar. Obwohl diese früher gefürchteten Austauschoperationen inzwischen Routine geworden sind, stellen sie für den Patienten und den Operateur eine Herausforderung dar. Häufig zeigen sich nach Entfernung der alten Prothese erhebliche Knochendefekte, so dass modulare Prothesensysteme zur Anwendung kommen. Eine gute präoperative Planung und erfahrene Operateure sorgen neben den technischen Voraussetzungen für ein möglichst optimales Ergebnisses für den Patienten, der in vielen Fällen technisch anspruchsvollen Operation.

Unsere umfassende Erfahrung auf dem Gebiet der Primärimplantation stellt eine wesentliche Grundlage für die Durchführung der Revisionsendoprothetik dar. Die Lockerungen betreffen sowohl die Hüftpfannen, als auch den Oberschenkelschaft.

Hintergrundschale Hüftpfanne
Revisionspfanne
z.n. mehrfachen Wechseloperationen mit erneuter Pfannenlockerung prä OP
Post OP Bild mit Sockelpfanne
Aseptische Lockerung
Postoperatives Bild
Postoperatives Bild
Revisionsprothese

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